lebendige Stadtgeschichten

Museumskonzept: Heimatmuseum 2.0

Moderne Geschichtsschreibung weiß in der Theorie, dass es nicht DIE Geschichte mit nur einer Wahrheit gibt. In der Praxis wird jedoch genau dieses Bild noch immer vermittelt.

Heimatmuseen müssen den Blick öffnen und den Fragen nachgehen: Was zeichnet die Stadt heute aus? Was bedeutet es Bürger einer Stadt zu sein? Indem das Museum die Bürger einbindet und ihnen eine Plattform zur Beteiligung und zum Austausch bietet, erfährt das Museum Gegenwartsbezug und ermöglicht eine demokratische Geschichtsschreibung. Erzählungen, Erinnerungsstücke und Anekdoten der Stadtakteure zeigen mit ihren multiperspektiven, lebensnahen Stadtgeschichten die Einzigartigkeit jeder Stadt auf und machen Geschichte lebendig.

Vorgehen

Fokusverschiebung: neue Methoden öffnen den Blick

Hypothesen rund um Oral History bildeten meinen Ausgangspunkt für Nutzergruppen, Szenarien und Konzepte.

Meine Masterarbeit nutzte ich explizit, um neue Entscheidungsmethoden zu testen. Die ersten Ansätze aus der Ideationphase prüfte ich mit „ja, aber…“ und „ja, und…“- Argumenten. 6 starke Konzepte kristallisierten sich so heraus. Um mich in jedes Konzept einzufühlen, ging ich in einen äußeren und inneren Dialog. Für den inneren Dialog nutze ich das Konzept der Familienaufstellung. Im weiteren Prozess beflügelten sich die theoretische Einarbeitung in Oral History, eigene Explorationen und User Research gegenseitig. In allen Phasen war mir der Austausch enorm wichtig und ich forderte aktiv Feedback ein.

Ergebnis

Der Dialog ist das Fundament für Identität und moderne Geschichtsschreibung

Interessiere können dem Museum on- und offline Fragen stellen, aber auch das Museum kann die Expertise der Masse nutzen. Das Museum selbst bringt aktiv unterschiedliche Menschen und Generationen zusammen. Durch User Research fand ich heraus, dass Ältere sich oft fragen, ob ihre Geschichten überhaupt jemanden interessieren. Kinder und Jugendliche können Ältere interviewen und so genau das fragen, was sie interessiert.

Das Museumskonzept lebt von aufeinander aufbauenden Elementen: Eine Einzelvitrine verknüpft Erinnerungsstücke mit den dazugehören Geschichten. Aus dem Thema entsteht ein »Stadtgespräch« für alle Museums- und Homepagebesucher*innen. Bei hoher Resonanz folgt eine vertiefende Themenausstellung für eine multiperspektive Themenexploration. Das digitale Archiv aller Inhalte ist mit seiner Prozessvisualisierung eine fortwährende, lebendige Geschichtsschreibung.

Konzept

Das Konzept ist erfolgreich umgesetzt, wenn Akteure und Museum gemeinsam wachsen können.

Mein Konzept stellt den Menschen als handelndes, gestaltendes Wesen in den Mittelpunkt der Stadt. Sie haben nicht nur die Stadt erbaut bzw. die Objekte hergestellt, sie gaben ihnen Bedeutung und belebten sie so.

Die Demokratisierung der Geschichtsschreibung und damit des Museumswesens fordert einen Dialog. Aus dem Museum wird ein Forum. Es wandelt sich vom Ergebnis zum Prozess. Dieser Museumscharakter lässt auch Raum aktuelle Themen in Verbindung zu historischen Gegebenheiten zu setzten.

Leistungen

Leistung
Research
Konzeption/UX
UI
Prototyping
Animation

Leistungen

Leistung
Research
Konzeption/UX
UI
Prototyping
Animation

Branche

Kultur

Zeitraum

6 Monate

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weitere ERfolgsgeschichten

Hier habe ich bereits UX-Spuren hinterlassen.

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