5 UX-Methoden für erfolgreiche Produkte – Nutzerzentriert und unwiderstehlich!

Inhalt

Hast du dich jemals gefragt, warum einige Produkte sofort einschlagen, während andere kläglich scheitern?

Ich will dir von zwei Kunden erzählen. 

Die Freymut Academy hat mit viel Arbeit monatelang eine Online-Ausbildung erstellt und richtig Geld für Marketing in die Hand genommen. In den Marketingworkshops haben wir immer wieder gefragt, welches Problem die Ausbildung denn löst? Und zwar ein Problem, was so groß und dringend ist, dass die Menschen über 3000 € für die Lösung in die Hand nehmen.

 

Schweigen.



Dann die Antwort:
“Von dem Wissen profitieren alle, die mit Menschen arbeiten, weil man nicht nur sich, sondern auch sein Umfeld und “verhaltensoriginelle” Kinder und Jugendliche versteht. Mit dem Wissen kann man ein entspannteres Leben führen.”
Und würdest du dafür über 3000 € auf den Tisch legen?
Ich auch nicht.
Kein Wunder, dass die Verkäufe um ein Zehnfaches hinter den Erwartungen zurückbleiben.


Dabei ist die Ausbildung wirklich bahnbrechend, wertvoll und jeden Cent wert.  

 

Fast forward.


Anfang des Jahres kam die Schulleiterin Jana auf mich zu.
Ihr Alltag ist geprägt von Lehrerinnen kurz vorm Burnout, Schulangst, Mobbing, Kindern mit ADHS-Diagnose, Eltern, die beim Gespräch sofort in Tränen ausbrechen. Was soll nur aus ihrem Kind werden? Das ganze Familienleben dreht sich nur noch um das Problemkind.
Jana hat sich gefragt, wie sie ihnen effektiv helfen kann.
Sie hat sich als Ayurvedacoach weitergebildet.
Ihre Elternberatung, die systemische Betrachtung und konkrete Methoden für die Jugendlichen bringen in kürzester Zeit spürbare Verbesserungen.
Aus dem Problem ist die Businessidee “Lernen in Balance” entstanden: systemische Beratung und Begleitung bei Schulschwierigkeiten.
Würdest du als verzweifeltes Elternteil dafür bezahlen, dass dein Kind wieder zur Schule geht, bessere Noten bekommt und du endlich wieder ein ganz normales Familienleben führen kannst? 

Ich schon.

Sogar sehr viel. 

 

Du machst Software.
Schon klar.
Warum erzähle ich dir trotzdem die Beispiele?
Damit du verstehst:

Deine Lösung ist immer nur ein Tool, womit die Menschen ihr Problem lösen.
Starte als immer mit dem Problem. Nie mit der Lösung.

 

Welches drängende Problem löst deine Software? 

Erfolgreiche Software braucht nutzerzentrierte Produktentwicklung 

Nach diesem Artikel wirst du Produkte entwickeln, die einen echten Mehrwert haben und auch noch so gestaltet sind, dass die Menschen sie lieben.

In diesem Artikel lernst du:

  • Was bedeutet nutzerzentriert überhaupt? 
  • Was bringt dir dieser Ansatz?
  • Woran du merkst, ob du schon nutzerzentriert denkst. 
  • Wie du ganz konkret vorgehst: 5 erprobte UX-Design-Tools, die du sofort umsetzen kannst
  • deinen ersten Schritt direkt im Anschluss zu gehen

Was bedeutet nutzerzentriert überhaupt?

Nutzerzentriertes Design, auch user centered Design (UCD) bedeutet, den Nutzer in den Mittelpunkt jeder Entscheidung zu stellen, von der Idee bis zur Markteinführung. Über jede Phase hinweg treibt dich ein tiefes Verständnis für den Nutzer, seinen Arbeitsalltag und seine Bedürfnisse.

Für die Nerds unter euch: In der Norm DIN ISO 9241-210 – „Prozess zur Gestaltung gebrauchstauglicher interaktiver Systeme“  ist UCD definiert. In den meisten Ländern müssen die Norm allerdings nur Medizingerätehersteller einhalten. 

Warum?

Bedienungsfehler können hier echtes Menschenleben kosten. 

Auch wenn du keine Operation am offenen Herzen machst: wenn sich deine User ständig verklicken, sinnlos suchen oder aus Versehen etwas falsch buchen, produzierst du maximalen Frust und verbrennst Geld. Fachkräftemangel in Kombination mit sinnloser Arbeit können wir uns einfach nicht mehr leisten.

Also wie geht’s besser?

Wie kannst du dir UCD genau vorstellen?

Zu den Hauptprinzipien und Komponenten des User-Centered Designs gehören:

Kontextanalyse und Research
Bevor du mit der Entwicklung beginnst, fange an deine Nutzer wirklich zu verstehen. Fühl sie. Du willst sie besser kennen als sie sich selbst. In Kapitel 3 bekommst du ganz konkrete Fragen dazu von mir, um sofort loszulegen.

Anforderungen definieren:
Die Nutzer in- und auswendig zu kennen ist nur die eine Seite der Medaille.  Dazu kommen alle Business Requirements. In einer Szenario-Analyse und/oder mithilfe des Value Proposition Canvas gehst du alle Interaktionen der Benutzer mit dem Produkt detailliert durch. So findest du Wissenslücken und potenzielle Problembereiche. Gleichzeitig schärfst du die Produktvision. Präzisere Anforderungen für das Design und die Funktionen des Systems kannst du so viel besser definieren.

Lösung erarbeiten:
Genug in Problemen gesult. Jetzt geht es an die Lösung. Und wirklich erst jetzt. In unterschiedlichen Stufen entwickelt sich das Produkt vom groben Konzept bis zum fertigen Klickprototypen.

Ein wichtiger Aspekt dabei ist die Barrierefreiheit (Accessibility). Auch wenn deine idealistische Persona das blühende Leben ist, haben mehr Menschen Einschränken, als du vielleicht denkst. Zum Beispiel sind 8-9 % der Bevölkerung farbenblind.

Funktionalität und Benutzerfreundlichkeit haben bei der Produktentwicklung zwar die Hauptrolle. Dennoch “isst” das Auge mit und eine ästhetische, einheitliche Gestaltung des Userinterfaces (UI) gibt Orientierung, schafft Markenvertrauen und der Qualitätsvermutungseffekt greift. Wenn ein Produkt ansprechend und zeitgemäß aussieht, nehmen Nutzer es besser an und vermuten auch eine gute Funktionalität. UI-Design ist deine Hauptzutat für einen Vertrauensvorschuss bei den potenziellen Käufern.

Testen, Testen, Testen: Prototypen in jedem Prozessschritt sind DER Schlüssel für eine schnelle und erfolgreiche Produktentwicklung um die Benutzerfreundlichkeit und Effektivität des Designs zu evaluieren. Teste immer wieder mit echten Usern, egal ob anfangs mit einfachen Skizzen oder später mit Klickprototypen. 5 Tester reichen dabei meist völlig aus, um 80 % der Schwachstellen zu finden. 

Die Zeit hast du nicht?

Dann kennst du die 1-10-100-Formel noch nicht. Die besagt: Wer am Anfang spart, zahlt am Ende hundertfach drauf. Investiere 1 € in Recherche, 10 € in Designanpassungen oder zahle am Ende 100 € für Softwareänderungen. 

Von der Zeit mal ganz abgesehen.

Und, hast du immer noch keine Zeit? 

 

Das sind die Zutaten. 

 

Wichtig ist: Es gibt nicht den einen one-fits-all Prozess. 

Aber immer das gleiche Mindset:
Am Anfang ist das Problem.
Aber noch keine konkrete Idee, wie es gelöst werden kann. 

Lass dir den Satz auf der Zunge zergehen.

Du entdeckst ein dringendes, großes Problem. Du kennst es in- und auswendig. Du fühlst den Schmerz.

Du weißt nicht, wie du es lösen kannst. 

Erst dann machst du dich auf und entwickelst eine Produktidee.

Wenn du so vorgehst, werden die Kunden schon auf deiner Salespage denken “Die meinen ja wirklich mich”. Und beim Benutzen deiner Software hast du die Schmerzpunkte schon eliminiert, bevor der User sie überhaupt hat.
Der User erledigt mühelos seine Aufgabe und hat beim Arbeiten sogar gute Laune.
Deine Software tut so gut, wie der erste Kaffee am Morgen.
Wahrscheinlich merkt er das nicht bewusst.
Gutes Design fällt erst auf, wenn es nicht da ist.
Und ist dann eher löslicher Tankstellenkaffee statt der italienische Espresso.

 

Das Prinzip ist klar. 

Aber warum ist es überhaupt wichtig, so vorzugehen?

 

 

Du willst keine zufriedenen Benutzer 

Robert J. Logan prägte schon 1994 den Begriff der „Emotional Usability“. Daniel Kahnemann beweist es in seinem Buch “Schnelles Denken, langsames Denken”:
Wir kaufen emotional. 


Folglich willst du keine zufriedenen Nutzer. 

Du willst begeisterte. 

Software, die wir lieben, nutzen wir gerne. Und empfehlen sie weiter. 

Und dein Unternehmenserfolg geht durch die Decke. 

Nutzerzentriertes Design hilft dir also nicht nur Produkte liefern, sondern Emotionen zu wecken.

Dein Produkt ist das Einzige, was deine Kunden von deinem Unternehmen sehen. Vernachlässigst du deine Software, vernachlässigst du deine Kunden.
Hallo Insolvenz.

Das kann nutzerzentriertes Design für dich tun 

  • Produktqualität verbessern
  • Conversion Rate optimieren
  • Entwicklungszeiten und -kosten reduzieren
  • Kunden und Mitarbeiter begeistern
  • Absprungraten bei Neukunden verringern
  • du etabliert du nachhaltig am Markt

 

Als Produktmanager hast du ein Ass im Ärmel. 

Erinnerst du dich noch an die beiden Beispiele oben von der Freymut Academy und der Schulleiterin? 

Zu welcher “Sorte” hast du bisher gehört?


Deine Haltung prägt das gesamte Produkt und entscheidet maßgeblich über Erfolg. Oder Misserfolg.

Also was ist jetzt dein Ass im Ärmel?

Deine Haltung!

Haltung schön und gut. Wie entwickelst du sie denn jetzt?

Nutzerzentriertes Design ist keine Methode, sondern eine Haltung.

Haltung zum Anfassen: 5 Schlüssel um nutzerzentriert zu arbeiten

1. Kenne deine Zielgruppe besser als sie sich selbst. 

Du weißt bereits, warum es so wichtig ist, mit einem Problem zu starten. 

Dabei hilft es dir eine Persona zu erarbeiten.

Das ist eine fiktive Person, eine Art Blaupause deiner Zielgruppe.

Wie entwickelst du jetzt konkret eine Persona?

Indem du fragst, fragst und nochmal fragst.
Entweder deine bestehende Zielgruppe oder deine Wunschzielgruppe.

Ziel einer aussagekräftigere Persona ist es, dass du bei jeder Entscheidung einen prototypischen Kunden im Kopf hast und dich fragen kannst “Wie würde Maxi Mustermann jetzt entscheiden?” 

Dabei helfen dir demografische Spezifikationen nicht.
Diese 12 Fragen schon.
Versuche in Interviews Antworten auf folgende 12 Fragen zu bekommen:

 

  1. Was hält ihn nachts wach, verursacht Verdauungsprobleme und zwingt ihn, nachts die Decke anzustarren?
  2. Wovor hat sie Angst?
  3. Welche Bedenken hat er?
  4. Worüber ist sie wütend? Auf wen ist sie wütend?
  5. Was sind seine 3 größten täglichen Frustrationen?
  6. Was ist ihr wichtig im Leben?
    Das erfährst du am leichtesten, indem du schaust, welche Entscheidungen sie trifft und wie sie ihren Alltag lebt. Sprich: womit sie ihre Zeit verbringt. Schaue auf das Kaufverhalten der Menschen – nicht auf ihre Aussagen.
  7. Was wünscht er sich insgeheim am sehnlichsten?
  8. Gibt es etwas, was sie für ihr Ziel tun müsste, aber vermeidet? Wenn ja warum?
  9. Ist er in seinen Entscheidungen voreingenommen oder trifft er seine Entscheidungen nach einem bestimmten Muster? 
  10. Wer hat bereits versucht, deinem Kunden etwas Ähnliches zu verkaufen und wie ist dieser Versuch gescheitert oder geglückt?
  11. In welcher Situation benutzt sie deine Software? Was macht sie davor und danach?
  12. Was denkt sie dabei? Wie fühlt sie sich?

Personas sind ein großartiges Hilfsmittel, um Empathie zu entwickeln. Du erkennst nicht nur, WAS Nutzer wollen, sondern auch WARUM sie es wollen.
Und dein Produkt ist künftig nicht mehr vollgepackt mit Features.
Sondern mit echtem Wert.

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Persona in 45 Minuten​

Wenn du genauso auf Effizienz stehst, wie ich, willst du jetzt bestimmt eine Abkürzung, um schnell eine Persona zu erarbeiten. 

Abonniere meinen Newsletter und ich schenke dir meine praxiserprobte Mirovorlage für Personas in 45min.

Du wirst damit Teil meiner E-Mail-Liste und erklärst dich einverstanden, dass ich deine E-Mail Adresse an Brevo zur Bearbeitung übertragen darf, gemäß den Datenschutzrichtlinien von Brevo. Abmeldung jederzeit möglich.

Du weißt jetzt:
Personas vor der Produktentwicklung. 

Check. 

Was machst du, wenn du schon Kunden hast? 

 

2. Was du von Figma lernen kannst

Figma ist nicht nur eine kollaborative Software zum Erstellen von UX/UI-Prototypen, die Productmanager, Designer und Entwickler lieben. 

Wusstest du, dass Figma nutzerzentriert arbeitet? * 

Jeder antwortet im Support – auch Entwickler und Designer.

Entwickler haben in ca. 20% ihrer Zeit Kundenkontakt. Das müsste die Produktentwicklung langsamer machen.
Im Gegenteil.
So finden sie auf dem Fasttrack heraus, was für Kunden wichtig ist. Durch die konkreten Anforderungen können sie Features schneller umsetzen, und haben sich einen Ruf für schnelle Reaktionszeiten erarbeitet.
Nutzern ist deine Velocity egal.
Für sie zählt, wie schnell du Dinge umsetzt, die für sie wichtig sind. 

Du hörst sie nicht nur. 

Du zeigst ihnen auch, dass du sie ernst nimmst. 

Weil sie dir wichtig sind.

 

Das ist nutzerzentriert at its best.

Das ist Software as a service.

 

Entwickler im Service Desk sind bei dir undenkbar?

Dann starte mit diesen 5 Methoden: 

  • führe regelmäßige Meetings mit Sales/Support ein
  • fahre mit auf Vertriebsmessen
  • installiere Hotjar
  • lies Rezensionen
  • habe ein offenes Ohr in Facebookgruppen, Foren, LinkedIn-Kommentaren

 

Kontinuierliches Nutzerfeedback sichert dir die Jahreskarte im Kopf des Kunden. Mach lieber kleine Schritte. Dafür dauerhaft. 

Research ist kein einmaliges Event.

3.  Warum ein MVP nicht reicht

MVP: Das Buzzword eines jeden Start-ups.

 

Ein Minimal viable Product (MVP) ist die XS Version deiner Software. Welche Grundfunktionen braucht sie mindestens, damit sie deinen Kunden nutzt.
Und dann teste. Iteriere. Teste ….

Du weißt bereits: 

Problem zu lösen und Bedürfnis zu befriedigen, ist zu wenig.

Wir kaufen emotional. Auch im Business.

Darum brauchst du ein Produkt, was Nutzer lieben.

Du brauchst ein Minimal Loveable Product (MLP). 

Danke für den Impuls Andreas Landerer. *

Funktionierende Software reicht nicht. Sie muss begeistern.

Asana und Slack haben zum Beispiel kleine Animationen und positive Botschaften eingebaut, wenn ich eine Aufgabe erledigt habe. Sie feiern mich. Mein Körper schüttet eine extra Dosis Dopamin aus und mein Gehirn verknüpft Asana schnell mit dem positiven Gefühl.

 

 

Du siehst, wir haben mit dem pawlowschen Hund mehr gemeinsam, als wir denken.

Du kannst von Instagram und Spieleanbietern halten, was du willst, für Inspiration von loveable Produktmechanismen sind sie eine Goldgrube. Wenn du sie kennst, kannst du sie bei dir ethisch korrekt einsetzten. Ich kann dir das Buch “Hooked” von Nir Eyal dazu wärmstens empfehlen. Darin erklärt er die Mechanismen für ein MLP, leicht, verständlich und fundiert.

  

 

4. Wo fängst du an? 

Starte da, wo der Schuh am meisten drückt! Da wo du bzw. dein Kunde den größten Schmerz hat, ist die Motivation für Veränderung entsprechend hoch.  Wenn du dich immer am aktuellen Engpass orientierst, kommst du auf der Überholspur da hin, wo Figma schon ist. Dann hast auch du den guten Ruf, dass du Kundenprobleme schnell löst. 

 

Die Theorie klingt einleuchtend, aber in der Praxis versinkst du in einem Moor aus Engpässen?
Stefan Merath geht in seinem Buch “Der Weg zum erfolgreichen Unternehmer” davon aus, dass jedes lebendige System (also auch eine Software) wächst, bis es an einen Engpass kommt. Es gibt immer nur genau einen.

 

Kleiner Tipp: Das, was am dringendsten erscheint, ist selten der wirkliche Engpass.

 

 

Wie findest du jetzt den einen entscheidenden Engpass?

 

  1. Sammel alle Probleme mit deiner Software und schreibe jedes auf ein einzelnes Post-it, z.B. in Miro.
  2. Suche Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge zwischen ihnen. Gruppiere diese Zettel nah beieinander und zeichne einen Pfeil von der Ursache zur Wirkung. Lange Ladezeiten im Salesflow führen z.B. zu hohen Abbruchraten. Usw. Da gibt es einen inneren Zusammenhang. 
  3. Auf welche Probleme hat dein Unternehmen unmittelbaren Einfluss? An einer Weltwirtschaftskrise kannst du jetzt direkt nichts ändern. An den Ladezeiten schon. 
  4. Gehe diese Post-its einzeln durch und frage dich: Wenn ich dieses Problem löse, löst es dann auch meine anderen? Wiederhole so lange, bis du den einen Engpass gefunden hast, der sich auf alle anderen Bereiche auswirkt. Keines der Probleme gehört in diese Kategorie? Dann geh tiefer.
    Warum hast du so lange Ladezeiten?
    Weil der Server nicht mehr hergibt.
    Warum?
    Weil wir nicht in neue Hardware investieren.
    Usw.
    Ergänze dein Board so lange, bis du den einen Engpass gefunden hast. Manchmal ist es auch ein Glaubenssatz, der dich davon abhält, die Dinge anders anzugehen.
  5. Löse diesen einen Engpass. Frage dich nach jedem Sprint, ob du ihn jetzt gelöst hast. Wenn ja, was ist der neue Engpass? Wenn nein, welcher Glaubenssatz hindert dich ggf.?

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass ein Sparringspartner oder Coach viel leichter den Engpass findet. Bei mir selbst wird es nur nebliger im Kopf, je angestrengter ich versuche, das EINE Problem allein zu finden. 

Hol dir also Hilfe, intern oder extern. 

Falls du meine Nummer nicht hast: 015142011931 🙂

 

 

Warum Co:Creation mein Liebhaber unter den 5 Schlüssel ist

Kennst du ein Beispiel, wo ein großartiges Produkt im Alleingang und durch Silodenken entstanden ist?

Ich auch nicht.

Dafür habe ich unzählige Male erlebt, wie ich nach Projektende einfach nur staunend da stand. Zusammen hatten wir etwas geschaffen, was niemand allein hätte erreichen können.

1+1 >=3

Ich gestehe, immer mal wieder kriecht auch bei mir der Gedanke hoch “allein geht es schneller”. Ja, Co:Creation kann auch anstrengend sein. 

Warum ich trotzdem leidenschaftliche Verfechterin bin?

Hattest du schon Workshops, wo ihr Ideen-Ping-Pong gespielt habt, gegenseitig auf euren Ideen aufgebaut habt und du danach so viel Energie hattest, wie nach einer ganzen Stiege Red Bull? 

Kennst du diese freudige Aufregung, wenn du eine neue Perspektive hörst und denkst “So habe ich es noch nie gesehen”?

Hattest du auch schon den Segen, dass du dich Tage vor einer unliebsamen Aufgabe gedrückt hast, nur um dann festzustellen, dass ein Kollege diese Aufgabe gerne übernimmt und auch noch viel besser ist, weil es seine Stärke ist? 

Dann kennst du den Zauber von Co:Creation. Wir entwickeln nicht nur geniale Ideen. Wir arbeiten auch schneller und mit mehr Spaß. Am Ende sind wir nicht nur stolz auf unser 5-Sterne Produkt.  Dein Nutzer haben auch Spaß an ihrer Arbeit. Sie nutzen ja  deine Software.  

Gute Usability spart Zeit und Mühe, aber die produktivsten Menschen haben Spaß an Ihrer Arbeit.” – Robert Innes (advantegy)

Willst du nutzerzentrierte Produktentwicklung wirklich? Dann hol dir spätestens jetzt einen UX-Designer on Board, falls du bisher gezweifelt hast. Wenn du sowieso schon mit einem zusammenarbeitest, feiere ich dich. 

Hier ein paar Tipps, wie du die Zusammenarbeit starten kannst:

  1. Du brauchst eine gemeinsame Haltung und eine klare Produktvision.
  2. Sieh UX-Design nicht als externe Abteilung. Sondern als integralen Bestandteil des gesamten Produktentwicklungsprozesses.
  3. Hol UX-Designer so früh wie möglich ins Boot.

     

3 Gründe, warum Produktmanager und UX-Designer Besties werden sollten 

 

Spare richtig Zeit und Geld. 

Sichtbare Artefakte wie Wireframes und Prototypen stellen sicher, dass alle das Gleiche verstehen.
Probier das mal mit Worten oder einem Lastenheft.
Good Luck.
So erkennt ihr Probleme früh und vermeidet Missverständnisse und Nachbesserungen. 

Du wirst mit schnelleren Entscheidungen und einer effizienteren Produktentwicklung belohnt.

 

Dein Produkt wird besser.

Durch das tiefe Verständnis für die Bedürfnisse der Nutzer entwickelst du ein Produkt, was sie wirklich wollen, lieben und nutzen.

Sie finden sich durch gute Usability intuitiv zur recht und du senkst deine Supportanfragen und die damit verbundenen Kosten

Ein klares Konzept, das Psychologieverständnis und die optimierte Benutzerführung führen zu einer höheren Conversion-Rate. 

 

Du spielst auch morgen noch ganz vorn mit am Markt.

Kontinuierliches Nutzerfeedback ist dein Schlüssel, um dein Produkt immer wieder optimal dem Markt anzupassen. 

Mehr noch, mit innovativen Ideen kannst du dir ganz neue Märkte erschaffen. 

 

Dein Mindset? Ab heute nutzerzentriert

Jetzt hast du einen ganzen Werkzeugkoffer, um loszulegen. Doch all die Fragen, Tools und Methoden werden dir nicht helfen, wenn du das Mindset nicht hast. Dann wendest du sie nämlich nicht oder nur halbherzig an.

Du hast bisher nicht nutzerzentriert gedacht?
Kein Problem.
Ändere dein Mindset.
Ich zeig’ dir wie.

Klar denkst du nicht von jetzt auf gleich anders, nur weil du diesen Artikel gelesen hast. 

Wir sind Gewohnheitstiere. Mit dem Wissen, wie Gewohnheiten funktionieren, kannst du es richtig angehen und es ist plötzlich gar nicht mehr so schwer. Meine 3 Vorschläge für neue Gewohnheiten:

  • Stelle dir ein Bild deiner Persona auf deinen Schreibtisch
  • Stelle in jedes Meeting einen leeren Stuhl für den Kunden.
  • Frage dich vor jeder neuen Aufgabe: Welchen Nutzen hat mein Kunde davon? Kleb dir dafür ein Post-it als Reminder an den Bildschirm.

Welche Gewohnheit wählst du? 

Dann schreibe jetzt auf:

  1. Wann fängst du damit an?
  2. Was soll der Auslöser sein?
  3. Wie sieht die konkrete Aktion aus? Mache sie lächerlich klein und steigere dich lieber.
    Es darf keine Anstrengung sein für dein Gehirn. 
  4. Welche eine Aktion kannst du jetzt schon unternehmen? Zum Beispiel das Post-it schreiben.
  5. Wie kannst du dich hinterher feiern?
  6. Wie kannst du es tracken?
  7. Stelle es dir jetzt vor und übe 10x trocken.

Wenn dir das hilft und du auch andere Gewohnheiten meistern willst, kann ich dir den Kurs “Meister deiner Gewohnheiten” von Stefan Merath nur empfehlen.

 

Fazit

Die Lösung ist das Problem.

Wenn sie zu früh da ist.

Denke umgekehrt. Vom Nutzer zum Produkt, statt umgekehrt.

Mit Gewohnheiten änderst du deine Haltung.

Nur damit arbeitest du nachhaltig nutzerzentriert. 

Für erfolgreiche Software und stabile Unternehmen.

 

Worauf wartest du noch?

Umsatz kommt von umsetzen.

Welche eine Gewohnheit lebst du für eine nutzerzentrierte Produktentwicklung?

Teile sie gern in den Kommentaren.

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